Mystik und Sagenhaftes

im Odenwald.


Die Deutung des Namens Odenwald, ist noch immer nicht ganz klar.  Eine Variante besagt, der Name wird von Ode  abgeleitet, was so viel wie „Sage“ bedeutet. Das heißt, Odenwald bedeutet der „Wald der Sagen“. Eine weitere Deutungsvariante besagt, der Name könnte von Odins Wald abgeleitet sein. 


Klar ist eins, Sagen und Märchen in und um den Odenwald gibt es mehr als man zählen kann, und dies in nahezu jedem Ort! Jeder, der hierfür offen ist verspührt den Zauber und die Mystik unserer Wälder.
Empfohlen sei an dieser Stelle ein Besuch der Reichelsheimer "Märchen und Sagentage", die jährlich zu Ende Oktober statt finden.

Kneereme Kunscht / Knodener Kunst

Den früheren Einwohnern des kleinen odenwälder Örtchens "Knoden" sagt man bis heute nach, den Hexenkünsten mächtig gewesen zu sein. Diese Fertigkeiten fanden unter dem Begriff „Knodener Kunst“ Eingang in die Geschichtsbücher. 

Hierüber gibt es einiges an Literatur zu finden, die sich zu lesen lohnt.
Der unten ersichtliche Granitstein am Ortseingang Knodens weißt noch heute auf diesen Umstand hin.

Die Sage vom Felsenmeer und seinen Riesen

Vor langer Zeit sollen im Lautertal zwei Riesen gelebt haben - der eine auf dem Felsberg, der andere auf dem Hohenstein. Eines Tages bekamen sie Streit und begannen, Felsbrocken aufeinander zu werfen.

Der Riese vom Hohenstein hatte den Vorteil, dass er viel mehr Steine zum Werfen hatte. Von Steinen getroffen wurde der hier lebende Riese und unter einem „Meer von Felsen“ begraben – so entstand dieser Ort, der als „Felsenmeer“ bekannt wurde.
Mehr:   felsenmeer-zentrum.de

Ein behauener Granitstein am Ortseingang von Knoden mit der Inschrift "Hütet Euch vor Knoden".

Ornamentschlange am Gasthaus "Zum Römischen Kaiser" in Schlierbach, Ortsmitte.

Das Granitsteinerne Felsenmeer in Reichenbach, unter dem lt. Sage, ein geschlagene Riese liegt.

Der Rodensteiner und sein Geisterheer

Die als Trutzburg mitten in den Wald bei Reichelsheim gebaute Burg Rodenstein diente dem Geschlecht der Rodensteiner, welche im ersten Drittel des 17. Jahrhunderts in Folge der Pest ausstarb.

Die Sage spricht daraufhin vom Rodensteiner, der  dazu verflucht wurde, bei einem drohenden Kriegsausbruch aus seinem Grab zu steigen und die Menschen zu warnen. In einer Zeit, in der es bald mehr Kriege als Feiertage gab, zog also in Kriegszeiten das Geisterheer des Rodensteiners um Mitternacht zwischen seinen Burgen Rodenstein und Schnellerts hin und her. 

Die Sage des Rodensteiners ist im Buch Rodenstein von Werner Bergengruen verewigt. 

Das Nibelungenlied

Eine der bekanntesten deutschen Volkssagen ist sicherlich das Nibelungenlied mit dem Unverwundbaren Siegfried.

Die Sage handelt im Kern vom Untergang des Burgunderreiches im Jahr 436. Der Held der Geschichte ist Siegfried von Xanten, der Drachentöter, den das Blut des Drachens, bis auf eine Stelle zwischen den Schultern, unverwundbar gemacht hatte. Davon bekam Hagen von Tronje zu hören und tötete den Helden mit einem Speerstich in eben diese Stelle.

Um eben diesen Brunnen streiten sich die Gelehrten, wo er denn zu finden sei.  Hierzu gibt es verschiedene Orte entlang des "Nibelungensteiges" die in Frage kommen. Dazu zählt Grasellenbach, Weschnitz, das Lautertal oder Lindenfels im Waldstück "Teufelsloch".

Das Wappen derer von "Rodenstein". Ihm wird nachgesagt die Bevölkerung im Kriegsfall mit seinem Geisterheer zu warnen.

In dem Buch "Hütet Euch vor Knoden" wird von Erdspiegeln berichtet, über die sog. "Braucher" in der Lage waren durch Zeit und Raum zu sehen.

Im Odenwald wird ein Geist als "Wewwerer" bezeichnet, welcher in manchen Fällen Häuser besetzte und ausgetrieben werden musste. 

Sage vom Magnetberg nahe der Burg Frankenstein

Auf einem nahe der Burg gelegenen Berge "Ilbes-Berg" (auch genannt Magnetberg) befinden sich magnetische Steine. Der Magnetismus soll durch Hexen entstanden sein. Außerdem soll dieser Berg nach dem Brocken der zweitgrößte Hexenkultplatz Deutschlands sein. Historisch dürfte dieser enge Bezug des Ilbes-Berges als Hexenkultplatz aber eher jüngeren Datums sein und wie auch die Sagen um Johann Konrad Dippel erst in den letzten Jahrzehnten entstanden sein. 

In den zeitgenössischen Dokumenten der Hexenverfolgungen in der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt spielt der Ilbes-Berg zumindest keine Rolle. Damals galt Griesheim als Haupttreffpunkt der Hexen. 

Sage vom Wildfrauhaus

Einer Tafel am "Wildfrauhaus" ist folgendes zu entnehmen:

Es wird erzählt, dass hier zwei wilde Menschen, ein Mann und eine Frau gewohnt hätten, die viele kranke Leute kuriert haben sollen. Als der Mann gefangen wurde, soll ihm das Weibchen nachgerufen haben: "Sag alles, nur nicht, wozu die wilden Salben gut sind."


Die wilde Salbe oder Selbe ist der Salbei, eine im Odenwald vorkommende Heilpflanze, die im übrigen auch als Soße einen hervorragenden Geschmack zu Putengeschnetzeltem und Nudeln abgibt!

Anna Bitsch in Winkel

Bauernhaus "Es Jaggobs" in Schlierbach

Peter Bauer III. in Schlierbach

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